Mitmachprojekte

Alpen- und Feuersalamander gesucht!


Sie lieben verregnete Sommer und haben schon die eine oder andere Bauernregel übers „Sauwetter“ inspiriert. Alpensalamander sind kleine schwarze Lurche, denen wir immer wieder bei Regen in den Bergen begegnen. Wir wissen jedoch sehr wenig über ihr genaues Verbreitungsgebiet und ihr Leben.  

Ein Team der Universität Salzburg um Professor Robert Schwarzenbacher geht jetzt genau diesen Fragen nach. Und zwar mit einem innovativen Ansatz der Aufklärung, Forschung und Naturschutz vereint und bei dem alle mitmachen können. „Es ist nämlich nicht leicht die Tiere zu finden - schon gar nicht wenn man sie sucht. Aber jede und jeder von uns hat sie schon irgendwann und wo einmal gesehen. Wenn wir nun all die Orte an denen wir Alpensalamander gesehen haben, in eine Karte eintragen, sollten wir ein sehr genaues Verbreitungsgebiet bekommen“, hofft Schwarzenbacher. In Österreich interessiert die Wissenschaftler vor allem die Ausbreitung des Alpensalamanders in Zusammenhang mit dem Feuersalamander.

Unter  www.alpensalamander.eu ist die Bevölkerung eingeladen, jederzeit Salamander-Fundorte einzutragen. Das Projekt eignet sich bestens für die Bearbeitung im Unterricht: neben der Behandlung der Amphibien und ihres Lebensraumes im Unterricht ist die Umsetzung der Salamanderplattform ein sehr lebendiges Beispiel für den professionellen Einsatz Geographischer Informationssysteme im Umfeld von Wissenschaft und Forschung. Nicht zuletzt werden SchülerInnen durch die Arbeit am Projekt aktiv mit in ein „echtes“ Forschungsprojekt einbezogen, da die Einträge in die wissenschaftliche Auswertung einfließen.



Meteopics: SchülerInnen fotographieren Wetterereignisse

Die Meteorologie verfügt heute über eine Vielzahl automatischer Beobachtungen, aber nicht über Bilder von konkreten Wetterereignissen. Besonders bei extremen Wetterereignissen wie Starkregen, Sturm etc. ergibt das Bild des Phänomens die beste und effizienteste Beschreibung eines Ereignisses, das zu größeren Schäden geführt hat. Dieses Material existiert in den Sammlungen einzelner interessierter FotographInnen und HobbymeteorologInnen, ist aber der Wissenschaft im Allgemeinen nicht zugänglich und damit für sie verloren. Umgekehrt fehlt den AutorInnen dieser Fotos oft die entscheidende Erklärung, um die Hintergründe dieser Phänomene zu verstehen.

Meteopics versucht nun, diese beiden Welten unterschiedlicher Wahrnehmung zusammenzuführen und gleichzeitig für die Wissenschaft, Unterrichtende und SchülerInnen ein Archivmaterial aufzubauen, das mit vielen Zugängen unterschiedlich nutz- und verwertbar ist. Im Rahmen des geplanten Projekts erstellen SchülerInnen Fotos von Wetterereignissen und laden diese auf die Internet-Plattform von Meteopics. WissenschafterInnen kommentieren diese Bilder unmittelbar online und machen dadurch die Plattform zu einem lebenden Archiv.

Mit Stichworten, Datum und Ort versehen, ergeben diese Bilder nicht nur eine Galerie beeindruckender Momentaufnahmen, sondern sie entwickeln sich zu einer Datenbank, die für die Wissenschaft selbst von unschätzbarem Nutzen sein wird. Wetterphänomene, die durch das Messnetz schwer oder nicht erfassbar sind, können so archiviert und interpretiert werden. Auswirkungen der Klimaänderung werden bildlich und verständlich dokumentiert. Im Rahmen einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit diesem Material stellen die SchülerInnen ihre Fragen an die ForscherInnen und erhalten direkte Antworten. Die besten Bilder werden im Rahmen eines Wettbewerbs gekürt und mit Sachpreisen belohnt.

Die so erarbeiteten, wissenschaftlichen Unterlagen dienen daher nicht nur der Wissenschaft, sondern können auch im Unterricht eingesetzt bzw. einem breiten Publikum näher gebracht werden.

http://www.meteopics.eu/